Über Stock und Stein: Radfahren im Učka Naturpark

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Über Stock und Stein: Radfahren im Učka Naturpark

Radfahren im Učka Naturpark

Herausforderung gesucht? Dann ist Radfahren im Učka Naturpark genau das Richtige. Eine Tour zwischen den Gipfeln mit Meerblick.

Natur pur erwartet Mountainbiker, E-Bike- und Rennradfahrer auf der herausfordernden Rundtour „Unter den istrischen Gipfeln“. Die Route ist zwar nur etwa 50 Kilometern lang, aber es sind einige Höhenmeter zu überwinden. Aber die Mühen zahlen sich aus, denn die Landschaft des naturbelassenen Učka Gebirgsmassivs ist sagenhaft! Ein Teil dieses wilden Paradieses steht unter Naturschutz. Weitläufige Karstlandschaften, abgelegene Bergdörfer und zahlreiche Aussichtspunkte sind nur ein paar Highlights. Schon immer zog es Naturliebhaber, Botaniker, Geologen, Wanderer und Bergsteiger in dieses Gebiet. Sogar Friedrich August II., König von Sachsen und ein begeisterter Pflanzensammler, besuchte im 19. Jahrhundert das Učka-Gebirge.

Radfahren im Učka Naturpark

Die Radrundtour startet und endet auf 384 Metern Seehöhe in Lupoglav, der größten Ortschaft in dieser Region. Von hier geht es erst einmal der Bergstraße entlang nach Südosten bis auf 951 Metern Höhe. Die Aussicht vom Gebirgssattel Poklon, der gleichzeitig die Gebirgszüge Čićarija und Učka verbindet, ist grandios! Am höchsten Punkt befindet sich auf einem Plateau eine Berghütte mit Gastwirtschaft. Von hier hat man das gesamte Küstengebiet von Rijeka im Blick. Auf den 15 Kilometern zwischen Lupoglav und Poklon ist Brest pod Učkom die einzige Ortschaft entlang des Weges. Wer Lust hat, kann vom Ortskern einen Spaziergang zu zwei etwas höher gelegenen Wasserfällen unternehmen. Im Sommer führen diese aber nicht immer Wasser. Trotzdem liefert die verkarstete Landschaft zahlreiche Fotomotive.

Von Poklon führt die Route bergab Richtung Nordosten mitten in den Naturpark Učka. Die Straße schlängelt sich unter den Gipfeln durch fast verlassene Dörfer wie Slum, Jelovice, Prapoće, Podgaće und Trstenik. Bis nach Brgudac, einem der höchstgelegenen Dörfer Istriens, klettert die Straße bis auf 747 Metern an. Der höchste Punkt der Rundtour liegt einige Kilometer weiter in 1.114 Metern Höhe. Einst war das weitläufige Bergland von Schaf- und Rinderherden belebt. In den Dörfern lebten die Köhlerfamilien, die begehrtes Brennmaterial für die Küstenbewohner herstellten. Heute sind viele Häuser verlassen und es leben nur noch wenige Menschen in den abgelegenen Siedlungen. Ein Eldorado für Lost-Places Fans.

Vorbei an Quellen und Aussichtspunkten

In der Nähe von Brgudac gibt es ebenfalls eine sehenswerte landschaftliche Besonderheit: Die Quelle Korita. Auch hier genießt man eine fantastische Aussicht über die schroffen Felsen des  Učka-Massivs. Eines der bekanntesten Ausflugsziele ist der Gipfel Vojak in 1.401 Metern Höhe. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde hier ein steinerner Aussichtsturm errichtet, der bei günstiger Wetterlage den Blick über die gesamte Kvarner-Bucht, über die Inseln Cres und Krk bis zu den Julischen Alpen und den Dolomiten freigibt. Zu bestimmten Jahreszeiten, wenn die Meereswinde günstig sind, starten vom Vojak regelmäßig Gleitschirmflieger. Ab nun geht es bis zum Ausgangspunkt der Radtour in Lupoglav stetig bergab. Ein paar fast vergessene Dörfer, wie Lanišće und Račja Vas, sowie viele schöne Fotomotive liegen noch am Weg.

Was gibt es zu beachten beim Radfahren im Učka Naturpark?

Diese Radroute ist als schwierig einzustufen und deshalb nur für erfahrene Mountainbiker und Rennradfahrer geeignet. Auch E-Bike-Fahrer sollten mit ihrem Fahrrad gut vertraut sein. Etwa die Hälfte der Strecke ist asphaltiert, die anderen Hälfte fährt man über Schotterstraßen und über Wiesen- und Waldwege. Es ist ratsam, selbst genügend Verpflegung mitzunehmen, denn es gibt nur wenige gastronomische Betriebe entlang der Route. Da es auch keine Werkstätten gibt, sollte man auch Werkzeug und Ersatzschlauch mit sich führen.

Weitere Highlights:

Bilder: Adobe Stock

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