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Drohnen Modelle: Welche Drohne ins Reisegepäck?

Drohne mit Kamera zum Drohnen fliegen in Kroatien am Meer

Drohnen Modelle: Seit Flugzeuge ihren Luftraum mit Drohnen teilen, ist bestimmt jeder schon in den Genuss gekommen, die Plitvicer Seen und Kroatiens traumhafte Inseln und Naturparks von oben zu sehen. Da juckt es einen doch schnell in den Fingern, selbst einmal das Drohnen-Steuer zu übernehmen.

Von Kroatien gibt es mittlerweile einige wunderschöne Drohnen-Videos, die das Land aus einer ganz neuen Perspektive beleuchten. Vor einigen Jahren waren solche Eindrücke noch unvorstellbar. Doch mittlerweile hat jeder die Möglichkeit, mit kleinen Drohnen oder auch Profi-Modellen erste Flugversuche zu unternehmen, sein Drohnen-Können zu trainieren und in manchen Ländern oder auch in der Heimat sogar Fotos und Videos unter bestimmten Auflagen zu produzieren. Doch mit welcher Drohne geht es in die Lüfte?

Für Anfänger empfiehlt sich der Kauf eines eher günstigeren Drohnen-Modells. Denn gerade zu Beginn, bevor man sich intensiv mit der Technologie des Fluggeräts befasst hat, sollte man nicht tausende von Euro investieren. Die Absturzgefahr bei unerfahrenen Drohnen-Piloten ist relativ hoch und da wäre eine teure Anschaffung ein großes Ärgernis.

Allerdings sollte auch nicht zu sehr an der Drohne gespart werden, da sich sonst gravierende Qualitätsunterschiede bemerkbar machen. Vermeintlich günstige Modelle verfügen meist nicht über intelligente Sicherheitstechnologien, haben einen schwachen Motor und sind mittelmäßig programmiert. All das geht auf die Kosten vom Spaß beim Fliegen.

Funktionalität: Return to Home – Modus

Ein gutes Drohnen Modell macht sich spätestens im Urlaub bemerkbar, wenn die fliegende Propellermaschine in unbekannten Gegenden aus der Sichtweite gerät. Denn fast jeder Drohnen-Pilot kennt den Moment, wenn die Drohne aus Sichtweite fliegt und die Verbindung verloren geht. Gerade beim FPV-Flug (first-person-view) mit VR-Brille verliert man schnell mal die zurückgelegte Distanz aus den Augen. Was also tun, wenn die Drohne vom Display verschwindet?

Ein Glück, haben die meisten Hersteller – vor allem in den kostspieligeren Modellen – den Return to Home (RTH) Modus eingebaut. Sobald die Drohne mehr als drei Sekunden kein Signal mehr bekommt oder registriert, dass der Akku sich dem Ende neigt, kehrt die Drohne eigenständig an ihren Startpunkt zurück. Als Pilot braucht man demnach nur zu warten, bis die Drohne zurückkehrt. Die maximale Flugdauer von Drohnen ist nicht all zu lange:

Flugzeiten und Reichweiten

ModellFlugzeit (max.)Reichweite (max.)Preis (mind.)
DJI Mavic 2 Pro31 min5 kmab 1.499 €
DJI Mavic 2 Zoom31 min5 kmab 1.299 €
DJI Mavic Air21 min2 kmab 749 €
DJI Mavic Pro27 min13 kmab 999 €
DJI Phantom 4 Pro V2.030 min3,5 kmab 1.699 €
DJI Spark16 min500 mab 599 €
DJI Tello13 min100 mab 109 €
Parrot Anafi25 min4 kmab 599 €
Parrot Bebop 230 min2 kmab 385 €
Parrot Disco45 min2 kmab 735 €
Yuneec Breeze12 min100 mab 350 €
Yuneec Typhoon H25 min1,6 kmab 999 €
Yuneec Typhoon Q50025 min400 mab 990 €

Kriterien beim Drohnenkauf

Bei der Wahl der neuen Drohne spielen natürlich immer auch die persönlichen Präferenzen eine große Rolle. Genau das ist auch wichtig, ebenso wie die Qualität des Modells, damit der Spaß am Drohnenfliegen nicht verloren geht. Die meisten Einsteiger greifen zu Geräten des Marktführer DJI, bei dem auch das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt. Die Marke DJI ist auch bei Profi-Piloten sehr beliebt. Ein paar Kriterien sowie Modelle werden bei „Drone Copter“ genauer unter die Lupe genommen:

  • Robustheit: Vor allem für Einsteiger ein sehr wichtiges Kriterium. Gute Drohnen haben eingebaute Sensoren, die Objekte im Umfald erkennen und somit Zusammenstöße mit Hinternissen vermeiden. Das Einstiegsmodell DJI Spark hat beispielsweise sog. 3D-Sensoren.
  • Bedienbarkeit: Da die Steuerung gewöhnungsbedürftig ist, gerade weil wenn die Flugrichtung wechselt und die Drohne auf den Piloten zusteuert, haben Automatik-Modi einen besonderen Vorteil für gelungene Flüge.
  • Flugzeit: Bei vielen Modellen wird mit technischen Spielereien gespart, um die Drohne günstig zu halten und leicht. Leichte Drohnen fliegen mit weniger Balast und haben dann oft eine höhre Flugdauer. Doch die längere Flugzeit hat man meist auch bei ausgereiften Modellen, die mit stärkerem Motor und größerem Akku trotz Ausrüstung lange durchhalten. Dies wirkt sich natürlich entsprechend auf den Preis aus, der deutlich teurer ist.

Drohnen Modelle: Ready for take off

Der Drohnen-Spezialist „Drone Copter“ stellt auf seiner Homepage besonders empfehlenswerte Modelle vor. Diese Modelle folgen nun in einer Kurzzusammenfassung seiner Empfehlungen, mit Wertung von 0 bis 100:

Drohnen bis 200 Euro

  • Parrot Mambo (Wertung 46): Vielseitige Ausstatung, Solide Verarbeitung, Flugzeit 10 Minuten, First Person View, aber Schwächen bei Kamera und „Follow Me“ Flugmodus
  • ScharkSpark Thunder (Wertung 39): Automatische Rückkehrfunktion und FPV, aber Flugzeit nur 8 Minuten und Schwächen bei Kamera, Reichweite und Flugmodi
  • Snaptain AH15 (Wertung 35): Günstig, Automatische Rückkehrfunktion, Flugzeit 10 Minuten, aber Schwächen bei Kamera, „Follow Me“, Reichweite und Verarbeitung

Drohnen bis 600 Euro

  • Parrot Anafi (Wertung 82): Kompakt, top Verarbeitung, 180° Kamera, Flugzeit 25 Minuten, aber kein Schutz der Kamera
  • DJI Spark (Wertung 73): Kompakt, gute Kamera, Hindernissensoren, spektakuläre Flug- & Videomodi, aber nur 16 Minuten Flugzeit, kein RAW Format, keine 4k-Videos, Ausleger nicht klappbar
  • Yuneec Typhoon Q500 (Wertung 70): Flugzeit 25 Minuten, 4k-Aufnahmen, Fernbedienung mit Display, aber kein Kameraschutz, Ausleger nicht klappbar und Abdriften bei Windstärke ab 30 km/h möglich
  • Parrot Bebop 2 (Wertung 69): Flugzeit 25 Minuten, FPV-Brille enthalten, gute Verarbeitung, nur Ausleger nicht klappbar

Professionelle Drohnen für Einsteiger

  • DJI Mavic 2 Pro / Zoom (Wertung 93): Top Kamera, intelligente Flugmodi, Flugzeit 31 Minuten, Pro oder Zoom Variante, Klappbar, Hinternissensoren, aber Preis UVP 1.470 €
  • DJI Mavic Air (Wertung 88): top Kamera, intelligente Flugmodi, Flugzeit 21 Minuten, Hindernissensoren, hochwertiges Design

Weitere Infos zu den Modellen und Drohnen im Test gibt es auf der Homepage von Drone Copter. Auch bei drohnen.de gibt es einige Empfehlungen zum richtigen Modell.

Rucksäcke für Drohnen Modelle

Bei der Wahl des richtigen Drohnen-Rucksacks sollte auf die praktikablen Transport-Eigenschaften für das Equipment geachtet werden. Für Reisende ist zudem wichtig, dass der Rucksack den Handgepäck-Maßen der Airlines entspricht. Ausschlaggebende Kriterien für das richtige Modell sind die Stabilität, Platz für Zusatz-Equipment und der Tragekomfort. Der Drohnenpilot Francis von „Reisen mit Drohne“ teilt seine Erfahrungen und schlägt folgende Drohnen-Rucksäcke zum Reisen vor:

  • Variante 1: Der Manfrotto Drohnen-Rucksack Aviator D1 (ca. 150 €): Durchdachter Rucksack, der den Drohnentransport in zusammengebautem Zustand erlaubt. Keine Demontage von Propellern erforderlich. Viel Stauraum für FPV-Ausrüstung, Spiegelreflex-Kamera oder auch Notebook. Hoher Tragekomfort und Regen-Cover inklusive. (Empfehlung von Drohnen-Pilot Francis)
  • Variante 2: Der Hartschalen-Rucksack von DJI (ca. 110 €): Der wohl am weitesten verbreitete Drohnen-Rucksack, da er direkt vom bekanntesten Drohnenhersteller kommt. Außen stabil und wetterfest, innen gut gepolstert. Platz für die Drohne, Fernsteuerung und bis zu vier Akkus. Jedoch kaum Platz für zusätzliches Equipment.
  • Variante 3: Der Manfrotto Drohnen-Rucksack von DJI (ca. 75 €): Geräumiger Rucksack mit umfangreichem Platz für Drohne mit bis zu 5 Akkus und auch Notebook. Geeignet für das abwechselnde Reisen mit Drohnen-Equipment und Spiegelreflexkamera-Ausrüstung, da ursprünglich für Profi-Fotografen entwickelt. Allerdings nur mäßig gepolstert und mit 2 kg ein schweres Modell.
  • Variante 4: Der Transport-Rucksack von MC Cases (ca. 120 €): Top-Empfehlung von Drohnenpilog Francis. Die hochwertige Innenausstattung ist extra für Drohnen konzipiert. Die Oberfläche ist wasserabweisend und robust. Innen ist das Modell gut gepolstert und eine vorderes Fach bietet optimalen Zusatzstauraum.
  • Variante 5: Der Rucksack von MC Cases (ca. 120 €): Ähnliches Modell wie Variante 3, mit Speicherkartenfach und Propeller-Inlay. Relativ viel Stauraum, allerdings nicht für großes Zusatzequipment geeignet. Der Rucksack ist leicht, robust und sehr gut gepolstert. Allerdings ist das Modell nicht ganz stoßsicher.

Weitere Infos zu den empfohlenen Rucksäcken und zu Drohnenflug und Equipment gibt es auf der Homepage von MyRoad.

Alternativer Transport: Koffer & Tragegurt

Für Wanderungen und Reisen ohne Auto ist der Drohnen-Koffer eher unpraktisch, da der Transport eher sperrig ist. Wer aber mit Drohne nur in der Heimat unterwegs ist und somit das Auto stets dabei hat, für den lohnt sich das Mitführen des Koffers. Bei einigen Koffermodellen können sogar die Propeller an der Drohne bleiben.

Tragegurte sind ebenfalls eine alternative Möglichkeit, den Multikopter bequem zu transportieren. Dabei wird die Drohne ohne weiteren Schutz auf den Rücken geschnallt. Für kurze Strecken ist diese Variante in Ordnung. Allerdings ist das Gehäuse so permanent Regen, Sonne und Staub ausgesetzt und im Falle eines Sturzes ist die Drohne nicht geschützt. Da die Reparatur deutlich teurer wäre, als die Anschaffung eines Drohnenrucksacks, sollte für den Transport zum Drohnen-Rucksack gegriffen werden.

Weitere Highlights

 

Bildquelle: Adobe Stock

Quellen: Drone Copter, My-Road.de

Stand April 2020

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