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Wie im Paradies: Botanischer Garten in Kotišna

Botanischer Garten Kotišna

Botanischer Garten in Kotišna: Ein wilder Garten mit historischem Kastell. Auf 16,5 Hektar wird die natürliche Vegetation bewahrt.

Mitten im Naturpark Biokovo legten die Franziskaner eine „wilde Stätte“ an, um die Vegetation in ihrer Natürlichkeit zu bewahren. Heute ist das ein tolles Ausflugsziel für Naturfreunde.

Der Biokovo Naturpark

Dominierend ist seine Präsenz mit dem Gebirgssattel Dupci im Nordwesten und Bacina mit der Flussmündung der Neretva Richtung Südosten. Die Bewohner der Region bezeichnen ihn nicht zufällig als Dalmatiens ganzer Stolz. Mit seinem gleichnamigen Gesteinsmassiv lockt er regelmäßig Bergler von weit her.

Naturliebhaber finden hier Schätze vor, die in ihrer Ursprünglichkeit nach wie vor Bestand haben. Etwa der gut versteckte Botanische Garten am Hang des Prigorje oberhalb des Dorfes Kotišina. Gut versteckt? Das 16,5 Hektar große Areal ist von Weitem nicht gleich zu erkennen, geht es doch in die natürliche Vegetation über.

Üppiger Baumbestand wechselt sich mit karstigen Formationen an den Küstenhängen, immer wieder durchzogen von losem Gestein. Einzig die Mauern eines Kastells aus dem 17. Jahrhundert weisen den Weg hin zum Beginn des Kleinods. Besucher orientieren sich am besten an dem Fuß der großen Klippe, bis sie die weißen Dächer und natürlichen Stiegen des historischen Baus sehen können.

Botanischer Garten in Kotišna unter den Franziskanern

Dem Franziskaner Jure Radić ist es zu verdanken, der die Schönheit und Natürlichkeit des Gebietes erkannte und den Botanischen Garten gründete. Nicht zufällig, denn schließlich war er auch Wissenschaftler mit einer ganz besonderen Spürnase. Entdeckern werden sofort die geschnitzten Worte an Gedenktafeln auffallen, die an den passionierten Geistlichen erinnern. Heute wie damals dient das Territorium der Forschung und Beobachtung.

Schutz und Erhaltung sind nach wie vor treibende Kräfte, um den Platz auf 350 bis 500 Metern Seehöhe auch den folgenden Generationen zeigen zu können. Das spüren Wanderer sofort, wenn sie auf den dortigen Wegen unterwegs sind. Wobei der botanische Garten kein solcher im klassischen Sinne ist. Die Pflanzenwelt ist nicht nach bestimmten Regeln angesetzt. Der Franziskaner konzipierte den Bereich als „eingezäunten Teil der Natur“. Eine „wilde Stätte“, in der die ansässigen Vegetationsformen mitsamt der einheimischen Flora erhalten bleiben.

Gebiet natürlicher Vielfalt

Felsen, Schluchten, Klippen oder Ackerland, viele unterschiedlichen Lebensräume existieren hier auf kleinstem Raum. Von typisch mediterran bis bergig, auch die Vegetation weiß mit ihren Artenreichtum zu begeistern. Allen voran der dalmatinische Endemit „Iris pseudopallidaTrinajstić“, auch genannt Adria Iris mit den großen rosafarbenen Blüten.

Wer genau hinsieht, wird sie auf Felsen, Schleifsteinen und auf den Wegen entdecken. Ein wenig gestöbert und es wird auch der Canyon Proslap mit dem gleichnamigen Wasserfall gefunden, der jedoch nur bei ausgiebigem Regen Wasser nach unten schickt.

Viele der Gewächse sind mit Bildungstafeln versehen, die Gattung, Name und Familie vermitteln. In Kotišina selbst gibt es in den Sommermonaten ein Informations- und Präsentationszentrum, das den Naturpark Biokovo in allen seinen Facetten beleuchtet. Ein Fundus für alle, die noch mehr erfahren möchten.

Weitere Highlights:

Bilder: Adobe Stock

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