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Istrien Sehenswürdigkeiten

Warum sich ein Besuch in Raša lohnt

Raša

Im Südosten Istriens liegt die kleine Stadt Raša mit einigen sehenswerten Orten. Zudem ist das Städtchen Ausgangspunkt für spannende Ausflüge.

Die 3.200-Seelen-Gemeinde Raša im Südosten Istriens ist keine gewöhnliche istrische Kleinstadt. Hier gab es weder eine römische noch eine mittelalterliche Vorgängersiedlung. Die ältesten Gebäude in Raša stammen aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, als Istrien unter der Herrschaft Italiens stand. Benito Mussolini ließ die Wohnhäuser und Industrieanlagen in nur 547 Tagen planmäßig erbauen, um italienische Bergbauarbeiterfamilien ansiedeln zu können. Diese sollten für ihn die begehrte Kohle abbauen, die sich in den dicht bewaldeten Hügeln verbirgt. Bis 1949, also vier Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, wurden fast eine Million Tonnen Kohle abgebaut. Nachdem jugoslawische Partisanen Raša eingenommen hatten, diente die Siedlung kurze Zeit als Arbeitslager.

Sehenswürdigkeiten in Raša

Heute ist Mussolinis „faschistische Idealstadt“ ein Ausflugsziel für Touristen, die vorwiegend in Kapelica, Labin und Rabac ihren Urlaub verbringen. Ganz Raša ist ein einzigartiges Denkmal. In der sogenannten Oberstadt befinden sich die schönen, ehemaligen Verwaltungsgebäude und Villen der Beamten, während in der Unterstadt die Wohnblöcke für die Arbeiterfamilien errichtet wurden. Dazwischen liegt das Stadtzentrum mit Kirche, Rathaus, Schule, Einkaufsgeschäften, Restaurants und Cafés. Das ehemalige Krankenhaus gehört heute zu den Lost Places, also zu den verlassenen, vergessenen Orten, gleich wie einige fast verfallene Industriegebäude. Überall in der jüngsten Stadt Istriens finden sich Zeugen aus der Zeit, als sich hier alles um den Bergbau gedreht hat.

Rundgang in der kleinen Stadt

Einer der schönsten Bereiche in Raša ist der zentrale Hauptplatz Trg. Marta, der von der Kirche Crkvasv. Barbara eingenommen wird. Die Heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergbauarbeiter, deshalb ist es natürlich nicht verwunderlich, dass die Pfarrkirche in Raša ihr geweiht wurde. Das Gotteshaus hat die Forme eines umgedrehten Grubenwagens und das Kirchenkreuz auf dem Turm wurde aus Grubenschienen hergestellt. Der Glockenturm selbst erinnert an eine Grubenlampe. Das Innere der Kirche ist eher schlicht, im Gegensatz zu den kunstvoll ausgestatteten Gotteshäusern, die man sonst in Istrien kennt. Am Hauptplatz befinden sich auch eine Tourismusinformation, ein Minimarket, ein Café und ein Bankomat.

Ausflugsziele in der Nähe von Raša

Der Name Raša stammt von einem nahegelegenen Fluss, der etwa fünf Kilometer weiter in einen malerischen Meeresfjord mündet. Diese als Ria bezeichnete Meeresbucht ist ein erstaunliches Naturjuwel und schlängelt sich auf etwa zwölf Kilometern von der Kvarner Bucht tief ins Landesinnere. Entlang der Ostseite der Bucht führt eine schmale Autostraße zu den Siedlungen Trget undTrgetari. In Trget gibt es einen kleinen Hafen für Fischerboote und Sportboote.

Um mit dem Auto oder zu Fuß das Mündungsgebiet der Meeresbucht zu erreichen, muss man von Trgetari auf den Bergkamm wechseln. Immer wieder trifft man hier auf Ferienhäuser, denn die stille Wildheit der Natur zieht Ruhesuchende, Wanderer und Naturliebhaber an. Auch auf der Westseite der Bucht ist die Straße abenteuerlich. Wer wanderfest ist, kann in den Wäldern einige besondere Orte erkunden, darunter die Überreste eines römischen Kastells und einer alten Mühle. Die Ortschaften oberhalb der Bucht, wie Hrboki und Rebici, sind beliebte Urlaubsorte mit mehreren Ferienhäusern und Hotels. In Hrboki gibt es auch einen Anbieter für Adventure Horse Trekking.

Nicht weit bis zum Meer

Von Raša erreicht man die nächsten Bademöglichkeiten mit dem Auto innerhalb von 15 Minuten. Bei Rabac und südlich davon entlang der zerklüfteten Küste gibt es mehrere kleine Strände und Badebuchten. Vom Hafen in Rabac fährt täglich eine Fähre nach Venedig. Bei einem Bootsverleih kann man sich auch ein Boot mieten und die eindrucksvolle Küste erkunden. Im ebenfalls bezaubernden Küstenort Sveta Marina, der von Raša in etwa 20 Minuten mit dem Auto erreichbar ist, gibt es ein modernes Tauchzentrum. In Raša selbst sind die Übernachtungsmöglichkeiten und Freizeitangebote eher rar. Aber schon hinter dem nächsten Hügel in Kapelica trifft man auf unzählige Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Ferienvillen unterschiedlicher Preiskategorien.

Weitere Highlights:

Bilder: Adobe Stock

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